Mallorca-Perlen – Glanz aus Manacor seit über 120 Jahren

Bei uns im Laden sind die Kundinnen jedes Mal entzückt, wenn sie die Perlen-Einhänger von Heide Heinzendorff anprobieren. Eine Perle schmeichelt einfach jeder Frau und jedem Hautton. Heinzendorff verwendet dafür Mallorca-Perlen. Das sind keine Perlen aus der Muschel, sondern kunstvoll hergestellte Imitationsperlen mit einer langen Geschichte.

Ein Aachener auf Mallorca

Die Geschichte beginnt mit Eduard Hugo Heusch, einem Unternehmer aus einer Aachener Industriellenfamilie. 1890 gründete er mit seinem Bruder in Paris eine Gesellschaft für künstliche Perlen, wenige Jahre später folgte eine Firma in Barcelona. Im Dezember 1902 kauften die Heuschs in Manacor auf Mallorca ein Grundstück für ihre ersten Werkstätten.

Warum gerade Mallorca? Die Reblaus hatte die Weinberge der Insel zerstört, viele Menschen wanderten aus, und es gab Arbeit suchende Frauen, die Eisenbahn und Strom. In den Perlenwerkstätten arbeiteten fast nur Frauen: Ihr Anteil lag zwischen 1903 und 2000 bei 75 bis 98 Prozent. Um 1931 beschäftigte die Firma rund 1.000 Menschen auf der Insel.

Die Perlenmacherinnen von Manacor wussten sich auch zu wehren: Kurz nach der Eröffnung der Fabrik legten 75 von 100 Arbeiterinnen zwei Tage lang die Arbeit nieder. Sie forderten bessere Löhne und eine gerechte Bezahlung. Nach Angaben von Majorica war das wahrscheinlich der erste Streik in ganz Spanien, den nur Frauen organisiert haben. Die Organisatorinnen verloren danach ihre Arbeit. Viele Frauen sortierten, fädelten und knoteten die Perlen auch zu Hause. Anfang der 1960er-Jahre eröffnete die Firma eine Kindertagesstätte nahe der Fabrik.

Als 1936 der Spanische Bürgerkrieg ausbrach, verließ Heusch Mallorca. Er starb 1937 in Bad Reichenhall, sein Sohn führte das Werk weiter. In den 1950er-Jahren entstand eine neue, besonders naturgetreue Qualität, die unter dem Namen „Majorica“ weltberühmt wurde. Manacor gilt bis heute als die Perlenhauptstadt der Insel, auch wenn dort nur noch wenige Hersteller arbeiten.

Wie entsteht eine Mallorca-Perle?

Im Inneren steckt ein Kern aus weißem Glas. Er wird in eine schimmernde Perlmutt-Essenz getaucht, getrocknet und poliert, und das immer wieder. Laut dem bekanntesten Hersteller sind es 30 bis 40 Schichten. Den Schimmer gewann man früher aus Guanin, einem natürlichen Stoff aus Fischschuppen. Zum Schluss schützt eine letzte Schicht die Perle vor UV-Licht und anderen Einflüssen. Das genaue Rezept ist bis heute ein gut gehütetes Geheimnis.

Echt oder nicht? So prüfen Fachleute

Das Gemologische Institut von Amerika (GIA) hat Mallorca-Perlen schon 1990 genau untersucht. Unter der Lupe zeigt sich der Unterschied am Bohrloch: Bei einer Zuchtperle sind die Kanten scharf, bei der Mallorca-Perle wirken sie leicht ausgefranst. Auf dem Röntgenbild sieht man bei Zuchtperlen Kern und Perlmutt getrennt, bei Mallorca-Perlen nicht. Auffällig sind auch der sehr gleichmäßige Glanz und die glatte, makellose Oberfläche. Echte Perlen haben meist kleine Unregelmäßigkeiten.

Unsere Mallorca-Perlen bei Heinzendorff

Bei Heinzendorff gibt es die Mallorca-Perlen als Tropfen, als runde Perle und als Barockperle mit ihrer lebendig unregelmäßigen Form, in vielen Größen und Farben, von Rein-Weiß über Puder-Beige bis Dunkelgrau. Die großen Tropfen und Barockperlen haben ein schönes, wertiges Gewicht.

Und das Schönste: ein hochwertiger, eleganter Einhänger zu einem sehr guten Preis. Besuchen Sie uns im Laden am Weinmarkt in Nürnberg und probieren Sie aus, welche Perle Ihnen am besten steht.

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